28.05.2009: LH Pühringer: "Ennshafen investiert 9 Mio. Euro und sichert Arbeitsplätze"

Da fährt die Eisenbahn drüber – im wahrsten Sinn des Wortes: Mit dem Spatenstich zur Erweiterung des Übergabe-Bahnhofs mit zwei neuen Ganzzugsgleisen startet der Ennshafen am Donnerstag, den 28. Mai eine vorgezogene Investitionsoffensive mit mehr als neun Millionen Euro. Damit wird diese bedeutende, trimodale Logistikdrehscheibe in Oberösterreich weiter ausgebaut und zugleich werden auch regionale Arbeitsplätze abgesichert.

„Diese große Investition am Ennshafen konnte aufgrund des oberösterreichischen Konjunkturpaketes bereits auf heuer vorgezogen werden“, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. „Die Maßnahmen sind jetzt konjunktur- und arbeitsplatzwirksam und machen uns gleichzeitig für die Zeit nach der Krise stärker. Gerade in Zeiten wie diesen setzt Oberösterreich richtungsweisende Zukunftssignale, denn die Bedeutung der Wasserstraße Donau – insbesondere in Richtung Osten – wird weiter zunehmen."

Konkret werden in den kommenden Monaten rund 3,8 Millionen Euro in den Ausbau des Übergabe-Bahnhofs und die Schaffung von 1.980 Meter zusätzlichen Gleislängen investiert. „So können die Verschubarbeiten noch effizienter durchgeführt werden“, weiß Ennshafen-Aufsichtsratsvorsitzender BR Gottfried Kneifel. „Als Infrastrukturunternehmen im Bereich Logistik des Landes Oberösterreich ist es zudem eine vorrangige Aufgabe, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für die Erhaltung von Arbeit und Beschäftigung zu sorgen.“

Zusätzlich wurden Investitionen in der Höhe von weiteren 5,15 Millionen Euro für die Errichtung einer neuen Kaimauer im Hafenbecken West vom Aufsichtsrat genehmigt. Im Anschluss an den bestehenden Kai 20 wird auf der noch unbefestigten Kai-Seite des Hafenbeckens West dieser neue Kai 21 errichtet – eine 360 Meter lange Verlängerung durch eine Stahlbetonmauer mit einer 25 Meter breiten, befestigten Oberfläche sowie der Verlängerung der bestehenden Gleisanlagen.

„Der Ennshafen hat sich zu einem immens wertvollen Eckpfeiler für den starken Wirtschaftsstandort Oberösterreich entwickelt“, betont Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl. „Die trimodalen Umschlagmöglichkeiten bieten der heimischen Exportwirtschaft bereits jetzt optimale Voraussetzungen. Mit dem neuen Investitionspaket wird der Ennshafen zu einem starken Wirtschaftszentrum entwickelt. Damit wird auch die begonnene Osteuropa-Offensive weiter gestärkt. Im Oktober 2008 wurde mit dem Hafen Galatz am Schwarzen Meer ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, wodurch sich für die oberösterreichischen Unternehmen auch auf der Wasserstraße neue Chancen in Richtung Osten ergeben. Mit dem Ausbau des Ennshafens wurde aber auch das Prinzip, Arbeit zu den Menschen zu bringen, beeindruckend realisiert: der Ennshafen ist zu einem Job-Motor geworden, der 1.600 Menschen Beschäftigung bietet.“

 

Größtes Industriebaugebiet an der oberen Donau

Der Ennshafen ist mit insgesamt 3,5 Millionen Quadratmeter Fläche das größte zusammenhängende Industriebaugebiet an der oberen Donau. Die trimodalen
Umschlagsmöglichkeiten mit den drei Verkehrsträgern Wasser-Schiene-Straße bieten schon jetzt optimale Voraussetzungen für die regionale Exportwirtschaft insbesondere im Wirtschaftsraum Amstetten-Linz, wo mehr als ein Drittel der österreichischen Industrieproduktion hergestellt wird und rund 40 Prozent der gesamten österreichischen Exporte generiert werden.

„Basis für eine stärkere Nutzung der trimodalen Infrastruktur ist der kontinuierliche Ausbau aller drei Verkehrsträger“, betont Ennshafen-Geschäftsführer Mag. Christian
Steindl. „Wesentlich für die Stärkung des Wirtschaftsraumes Oberösterreich ist der Ausbau der Containerinfrastruktur. Kein anderer Geschäftsbereich entwickelt sich so dynamisch wie der Containertransport. Der Container ermöglicht einen effizienten und kostengünstigen Transport von höherwertigen Stückgütern und nicht weniger als 85 Prozent des konventionellen Straßenverkehrs sind noch ,containerisierbar‘.“

Derzeit werden in Österreich jährlich rund 12 Millionen Tonnen Güter auf der Wasserstraße Donau transportiert. Der Anstieg des grenzüberschreitenden Güterverkehrs insbesondere Richtung Südosteuropa führt mittelfristig zu einer Überlastung des bestehenden Straßen- und Schienennetzens.

 

Ennshafen als Drehscheibe nach Südosteuropa

Auf der bayrischen Donau zwischen Straubing-Vilshofen befindet sich eine strategische Engstelle weil die Donau nicht ausgebaut ist. Der Ennshafen befindet sich unterhalb dieses nautischen Engpasses. Zusätzlich wurde die trimodale Infrastruktur in den vergangenen Jahren an die zukünftigen Bedürfnisse der verladenden Wirtschaft angepasst. Neben der direkten Anbindung an die Westautobahn wurden die Schieneninfrastruktur automatisiert und 2.255 Meter senkrechte Kaianlagen errichtet. Hinter den Kaianlagen sind noch 120 Hektar unbebautes Industriebaugebiet verfügbar. Deshalb bietet der Ennshafen eine optimale Verknüpfungsmöglichkeit zwischen Straße, Schiene (Nord, Süd und West) sowie Wasserstraße Donau zu den neuen Märkten nach Südosteuropa.

 

Kontakt:
Ennshafen OÖ GmbH, Mona Hagmayr,
Marketing/Presse, Tel: 07223/84151-132

 

3,8 Millionen Euro werden derzeit im Ennshafen in den Ausbau des Übergabe-Bahnhofs
investiert – dazu gehören zwei neue Ganzzugsgleise und 1.980 Meter zusätzliche Gleislängen.
Dadurch wird die Verschubtätigkeit wesentlich erleichtert. Foto: Ennshafen

5,15 Millionen Euro kostet die neue, 360 Meter lange Stahlbetonmauer für den Kai 21,
der direkt an den Kai 20 anschließt und die Voraussetzungen für eine
rasche Betriebsansiedlung deutlich verbessern wird. Foto: Ennshafen

 

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